SAFP unzufrieden mit sofortigem Lizenzentzug. SAFP erachtet den Lizenzentzug der SFL als unzeit-gemäss und überhart !

SAFP unzufrieden mit sofortigem Lizenzentzug. SAFP erachtet den Lizenzentzug der SFL als unzeitgemäss und überhart !

SAFP Präsident RA Dr. iur. Lucien W. Valloni:

„Die Profispielervereinigung SAFP ist nicht glücklich über die äusserst harte Entscheidung der SFL Neuchâtel Xamax die Lizenz mit sofortiger Wirkung zu entziehen und dabei auch einem Rekurs die aufschiebende Wirkung zu entziehen.

Es trifft zwar zu, dass der Klub mit Lohnzahlungen im Rückstand ist, was nicht akzeptabel ist, doch der Lizenzentzug zum jetzigen Zeitpunkt trifft insbesondere die Spieler sehr hart.

Es ist schwer verständlich, weshalb nicht eine letzte Chance eingeräumt worden ist, den Lizenzentzug zu verhindern und damit Arbeitsplätze und eine intakte Meisterschaft zu sichern. Dieser letzte Druckversuch wäre die SFL den Spielern aus Solidarität schuldig gewesen.

Klar ist, dass dieser Lizenzentzug für die Spieler eine grosse Unsicherheit birgt, was nun mit ihren Arbeitsverträgen passiert.

Nota bene - Spieler, die trotz ausbleibenden Lohnzahlungen - in sportlicher Hinsicht immer absolut professionell mit der schwierigen Situation umgegangen sind. Die Spieler haben eine solche Entscheidung zu diesem Zeitpunkt nicht verdient.

Unklar ist auch, wie diese Entscheidung dem Schweizer Fussball hilft, wenn nun die Meisterschaft mit 9 Teams weitergeführt werden soll.

SAFP ist der Ansicht, dass andere Lösungen gesucht werden müssen, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, und zwar mit 10 Teams bis zum Saisonende.

SAFP ist jedenfalls daran, das Training für die Spieler von Xamax zu organisieren, falls der Klub das Training nicht mehr durchführt. SAFP wird mit den verbleibenden Spielern das SAFP Team der vertragslosen bilden, sobald der Lizenzentzug definitiv ist oder der Klub das Training nicht mehr durchführt.

SAFP ist auch bereit, mit diesem Team anstelle von Xamax Freundschaftsspiele durchzuführen.

Klar ist jedenfalls, dass die Klubs die Spielersaläre inskünftig mit einer Bankgarantie anfangs Saison absichern müssen. Schliesslich soll auch ein Garantiefond eingerichtet werden, damit dies inskünftig nicht mehr vorkommen kann.

Es müssen auch Mechanismen gefunden werden, die bei Lizenzentzug die Beendigung der Meisterschaft garantieren, indem man diesfalls bis Ende Saison den Spielbetrieb auf einen Dritten überträgt oder Möglichkeiten schafft, dass bei einem Lizenzentzug Dritte die Aktien des Klubs käuflich erwerben können, um das Überleben des Klubs zu sichern. 

SAFP ist bereit, im Rahmen der bestehenden Vereinbarung mit der SFL diese Punkte zu besprechen und nach Lösungen zu suchen.

Radio Interview DRS SAFP Präsident Lucien W. Valloni 19.01.2012

 

 

Share: