Stellungnahme zur Angelegenheit Veroljub Salatic

Neue Dimension in der Angelegenheit Veroljub Salatic nach Interview von Trainer Michael Skibbe vom 12. September 2014

Grasshoppers Club Zürich riskiert Kündigung und Schadenersatzforderung von Veroljub Salatic

 

SAFP Präsident RA Dr.iur. Lucien W. Valloni:

„Die Aussagen des Trainers bringen eine neue Dimension in diese Angelegenheit, weil nun klar ist, dass Veroljub Salatic unter diesem Trainer nicht mehr für die erste Mannschaft des Grasshoppers Club spielen wird.

Damit aber wird einem äusserst verdienten und bislang immer loyalen Spieler und absolut vorbildlichen Captain, der mehr als 350 Spiele für die Grasshoppers absolviert hat und noch einen über mehrere Jahre dauernden Profivertrag besitzt, verunmöglicht, seine Fähigkeiten als Spitzenspieler auch in Zukunft zu erhalten.

Auch ein Training in der U21 Mannschaft des Grasshoppers Club genügt keinesfalls, weil der Unterschied zwischen einer Super-League Mannschaft und einem U21 Team, dass lediglich dem vierthöchsten Niveau in der Schweiz angehört, einfach zu gross und die Trainingsintensität in einem U21 Team für einen Profispieler viel zu gering ist.

Nachdem nun offenbar Veroljub Salatic auch Ernstkämpfe auf hohem Niveau verweigert werden, bewegt sich der Grasshoppers Club auf sehr dünnem Eis und riskiert, dass dem Spieler nach der neueren Rechtsprechung des Schweizer Bundesgerichtes das Recht zusteht, diesen Arbeitsvertrag zu kündigen und Schadenersatz zu verlangen.

Das Bundesgericht sieht nämlich für bestimmte Berufsgruppen, wie Piloten, Chirurgen, Künstler und eben auch Berufssportler eine Beschäftigungspflicht vor, weil ohne diese Beschäftigung der Arbeitnehmer seine berufsspezifischen Fähigkeiten einbüsst und dadurch sein Chancen auf dem Arbeitsmarkt stark tangiert und somit sein berufliches Fortkommen erschwert wird.

Vergessen wir nicht, dass bislang keine Klubschädigenden Aussagen des Spielers bekannt sind und auch die Vorwürfe des Grasshoppers Club reine Behauptungen darstellen, die bislang nicht bewiesen worden sind und jedenfalls ohnehin nicht genügen, um eine fristlose Kündigung auszusprechen.

Die gesamte Angelegenheit scheint mittlerweile zu einer reinen Prinzipienfrage verkommen zu sein, bei der es dem Klub offenbar lediglich noch darum geht, um jeden Preis das Gesicht zu wahren und man dafür bereit ist, absolut unverhältnismässige Massnahmen anzuwenden, welche in einer Gesamtbetrachtung der bisherigen GC-Karriere des Captains Salatic und seines noch für mehrere Jahre geltenden Arbeitsvertrages bei den Grasshoppers, den er offenbar nach wie vor zu erfüllen bereit ist, absolut nicht gerecht werden.”

 

SAFP Stellungnahme zur Angelegenheit Veroljub Salatic vom 15. September 2014


 

 

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